4. Workshop "Virtual Component Design & Reuse" (VCDR)


Mit Unterstützung der RSS-Fachgruppe 1 "Allgemeine Methodik und Unterstützung von Entwurfsprozessen für Schaltungen und Systeme" fand in Kooperation mit GMM, GI und ITG am 6.-7. September 2000 in Tübingen die 4. Veranstaltung des Workshops "Virtual Component Design & Reuse" (VCDR) im Rahmen des "Forum on Design Languages" (FDL 2000) statt.

Die Konferenz "Forum on Design Languages" (http://ecsi.fzi.de/fdl2000) ist das europäische Forum zum Austausch von Ideen sowie eine Gelegenheit mehr über neue Richtungen und Trends zum Thema Design Languages und Methodiken zu lernen. In diesem Jahr lag der Fokus auf den Bereichen Wiederverwendung von Intellectual Property (Design Reuse of IP) sowie System Level Design. Die FDL ist mittlerweile als umfassende Konferenz bekannt, die verschiedene Workshops vereint und somit auch ein Forum darstellt, um aktuelle Entwicklungen zu präsentieren, aber auch Überblicke und darüberhinausgehende Informationen vermittelt.

Zur Eröffnung der Konferenz standen zwei herausragende Persönlichkeiten zur Verfügung. Der erste Keynote-Sprecher war Prof. Rammig, der mit dem Titel "Web-based System Design with Components off the Shelf" unterschiedliche aktuelle Entwicklungen und auch zukünftige Arbeiten in dem wachsenden Bereich von Soft-IP vorstellte. Der zweite Keynote-Sprecher war Dr. Darianian von Nokia. Er bezog sich in seiner Rede "Platform-oriented Design for Telecom Applications" auf den stark wachsenden Bereich der Telekommunikation und konnte dies mit interessanten Ergebnissen aktueller Entwicklungen untermauern. Darüber hinaus zeigte er die Relevanz von analog und mixed-signal Komponenten für das System-on-Chip Design.

Das wesentliche Ziel des Workshops "Virtual Component Design & Reuse" (VCDR) war die Präsentation neuer Ideen und Methoden für den Bereich Wiederverwendung und IP. Das jährliche Event zielt insbesondere auf das breite Spektrum von digitaler und analoger Wiederverwendung virtueller Komponenten. Darüber hinaus stehen Standardisierungen als ein wesentlicher Faktor im Fokus der Konferenz. Desweiteren werden regelmäßig europäische Meetings der Development Working Groups, der Virtual Socket Interface Alliance (VSI) parallel zu diesem Event veranstaltet. In der Eröffnungsrede präsentierte Herr W. Eisenmann die Motorola-spezifische Sichtweise für Wiederverwendung von virtuellen Komponenten.

Die diesjährige Konferenz folgte der erfolgreichen Struktur, so dass technische Präsentationen grundsätzlich durch Poster Sessions ergänzt wurden. Dies erlaubte einen grösseren Zeitraum zur Verfügung zu stellen und die Diskussionen ebenfalls intensiver zu führen.

Parallel zu der Konferenz wurden Hands-on-labs und Embedded-Tutorials angeboten. Dieses diente den Besuchern als weiteres Forum um neue Ideen auszutauschen und kommerzielle Tools kennenzulernen und den aktuellen Stand der Entwicklungen zu überprüfen.

Konferenzbände sind als Hardcopy oder CD-ROM beim ECSI-Office (E-Mail: ecsi@wanadoo.fr, Tel: +33 476 634 934, Fax: +33 476 428 787) erhältlich.

Eine Auswahl von ergänzten und erweiterten Beiträgen findet man außerdem in

R. Seepold, N. Martinez Madrid (Eds.); Virtual Components Design and Reuse
Kluwer Academic Publishers, 2000
ISBN 0-7923-7261-1.


 (Dr. Ralf Seepold, FZI Karlsruhe).
 


Dietmar Schröder, 17.06.2003